Arbeit über Oxytocineffekte bei Autismus bei Biological Psychiatry: Global Open Science zur Publikation angenommen

Neurowissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASD) weniger empfänglich für soziale Belohnung sind (z.B. Lächeln oder Lob), was mit einer verminderten Aktivierung des "Belohnungsnetzwerks" assoziiert ist. Oxytocin spielt eine wichtige Rolle in der Verarbeitung von Belohnung, und die Verabreichung von Oxytocin per Nasenspray könnte hilfreich bei der Behandlung von autismus-spezifischen Symptomen sein. In einer randomisierten, doppelblinden Crossover-Studie, die am CBBM durchgeführt wurde, konnten Mayer et al. zeigen, dass Oxytocin die belohnungsassoziierte Hirnaktivität bei Männern mit und ohne ASD nicht wesentlich veränderte. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass der therapeutische Nutzen von Oxytocin vermutlich begrenzt ist.

Mayer A V., Preckel K, Ihle K, Piecha FA, Junghanns K, Reiche S, et al. (2021): Assessment of reward-related brain function after a single-dose of oxytocin in autism: a randomized controlled trial.Biol Psychiatry Glob Open Sci https://doi.org/10.1016/j.bpsgos.2021.10.004